Innenstadt und Niederungen
Ausbau der Steinbeißergasse
Maßnahme 28 Innenstadt und Niederungen
Ausbau der Steinbeißergasse
Stand:
Kostenschätzung:
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Projektbeschreibung
Bestand
Durch Nachverdichtung und Umbau der anliegenden Bebauung entsprechen die Erschließungsanlagen der Gasse nicht mehr den baulichen Anforderungen. Daher wurde ein Umbau der Verkehrsflächen sowie der Entwässerungssysteme geplant - und wird als eines der ersten Projekte der Städtebauförderung umgesetzt.
Die mit Betonpflasterstein gepflasterte Steinbeißergasse liegt tiefer als die angrenzenden Verkehrswege in der Goethestraße und der Großen Straße. Die Verkehrsflächen werden über in der Fahrbahn eingebaute Hofabläufe entwässert. Ein Überlauf des Systems an den Regenwasserkanal in der Goethestraße besteht für einen von drei Sickerschächten. Der teilweise alte und kranke Baumbestand in der Gasse leidet unter Anfahrschäden und Lastbewegungen auf den Baumwurzeln.
Hintergrund für die Maßnahme
Das Entwässerungssystem für Niederschlagswasser in der Steinbeißergasse weist keine ausreichende Leitungsfähigkeit für die angeschlossenen Flächen auf. Dadurch kommt es bereits bei normalen Regenereignissen zur Überflutung der Verkehrsflächen. Besonders betroffen ist hierbei der Bereich vor der Einfahrt in eine Tiefgarage eines Wohnparks,. Dabei handelt es sich um den tiefsten Punkt innerhalb der Gasse. Staut sich das Niederschlagswasser an dieser Stelle an, so wird die südlich liegende Tiefgarage geflutet.
Zielbild und Konzept
Aufgrund der vorhandenen Platz- und Gefälleverhältnisse sowie des Grundwasserflurabstands kann nicht die gesamte Steinbeißergasse
über Versickerungsanlagen entwässert werden. Daher soll ein Kanalnetz für Niederschlagswasser hergestellt werden.
Das Niederschlagswasser wird zudem über abgedichtete Rigolenfüllkörper aufgestaut, um anschließend über ein Drosselbauwerk mit einem Abfluss von zwei Litern pro Sekunde in ein Regenwasserpumpwerk eingeleitet zu werden. Durch die Nutzung eines Regenwasserpumpwerks kann das Niederschlagswasser zukünftig auch gezielt gespeichert werden,
um eine Nutzung als Brauchwasser in den Sommermonaten zu ermöglichen. Da zukünftig zusätzlich die Entwässerungskanäle der Goethestraße an das Drosselbauwerk angeschlossen werden sollen, ergibt sich eine noch höhere Menge an Brauchwasser.
Die Parkflächen sollten mit Rasenfugensteinen hergestellt werden, um die abflussrelevanten Flächen zu reduzieren. Im Gehwegbereich zur Großen Straße soll zudem ein spezieller
„Klimastein“ eingebaut werden, welcher neben der Regenwasserversickerung auch die Speicherung von Niederschlagswasser ermöglicht. Dieses gespeicherte Wasser kann bei hohen Umgebungstemperaturen verdampfen und soll einen kühlenden Effekt auf die umliegenden Flächen haben.
Im Zuge der Tiefbaumaßnahmen sollen die vorhandenen Schmutzwasseranschlussleitungen in der Gasse ebenfalls erneuert werden, da diese im Bereich der Niederschlagswasserkanaltrasse liegen.
Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte
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Ausführung - läuft aktuell


