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Steinbeißergasse: Pflasterung mit Klimasteinen nimmt mehr Wasser auf

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Steinbeißergasse: Pflasterung mit Klimasteinen nimmt mehr Wasser auf

Der Ausbau der Steinbeißergasse geht voran. Jetzt wird die Pflasterung wiederhergestellt. Erstmals kommen dabei in Rotenburg Klimasteine zum Einsatz.

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Andreas Schultz
26. März 2026

Nach und nach entsteht die neue Pflasterung mit den Klimasteinen.

Nach und nach nimmt der Bodenbelag der Steinbeißergasse in Rotenburg wieder Form an. Eine kleine Besonderheit: Erstmals lässt die Stadt Rotenburg mit sogenannten Klimasteinen pflastern.

Auf den ersten Blick sehen die Steine ganz normal aus. Von oben betrachtet erwecken sie den Eindruck regulärer Pflastersteine. Wie so oft kommt es auch hier auf die inneren Werte an: Wer einen der Steine dreht, wird schnell sehen, dass er über große Poren verfügt. Das grobporige Material kann wesentlich mehr Wasser speichern als handelsübliche Pflastersteine. Dieses Wasser kann einerseits stetig an den Untergrund abgegeben werden, andererseits im Laufe der Zeit etwa per Verdunstung an die Umgebung abgegeben werden.

Das hat den Vorteil, dass die Regenwasserkanäle nicht so stark belastet werden – gerade im Bereich der Steinbeißergasse war das vor Beginn der aktuellen Bauarbeiten ein wunder Punkt. Darüber hinaus soll das verstärkte Verdunstungspotenzial in den warmen Monaten auch einen Kühleffekt auf die Umgebung haben.

Klimasteine kommen – neben anderen möglichen Maßnahmen – in Kommunen bei der Umsetzung des Konzepts Schwammstadt zum Einsatz. Mit Blick auf die steigende Frequenz von Starkwetterereignissen bereitet sich auch Rotenburg darauf vor, Niederschlagswasser zu speichern und verzögert abzugeben. Überschwemmungen sollen auf diese Weise möglichst vermieden werden, darüber hinaus kann das Stadtklima verbessert werden.