Innenstadt und Niederungen
Qualifizierung der Grünflächen
Maßnahme 07 Innenstadt und Niederungen
Qualifizierung der Grünflächen
Stand:
Kostenschätzung:
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Projektbeschreibung
Bestand
Die in große Grünflächen eingebetteten Fließgewässer Wümme, Wiedau und Rodau umschließen den westlichen Teil der Innenstadt an drei Seiten. Weite Teile dieser Niederungen unterliegen dem Naturschutz. Sie stehen damit nicht für eine weitere Entwicklung zur Verfügung und werden lediglich zum
Durchqueren auf den bestehenden Wegen und Brücken genutzt.
Teich in den Nödenwiesen
Der Teich in den Nödenwiesen liegt im Naturschutzgebiet, entzieht sich also weitgehend einer Nutzung. Allerdings erfordert ein zu hoher Nährstoffeintrag durch organisches Material in das Stillgewässer eine Sanierung. Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen sollen mit einer gestalterischen Aufwertung der Gewässerrandbereiche verknüpft werden, mit denen der Erlebniswert für die Bevölkerung gesteigert werden kann.
Waldflächen
Für einen kleinen Teil der Waldflächen zwischen dem Kreishaus und dem Naturschutzgebiet ist der Landschaftsschutzstatus mittlerweile aufgehoben worden. Damit ergeben sich neue Handlungsoptionen, insbesondere auch durch die Erreichbarkeit des Wümmeufers, das ansonsten wegen des Betretungsverbots der Naturschutzgebiet-Flächen nicht zugänglich und durch die Begleitvegetation häufig nur von den Brücken sichtbar ist.
Heimathausgelände
Das Heimathausgelände ist als ehemaliger Standort der Burg ein historisch bedeutsamer Standort, auch wenn nur noch die Bischofshöhe sowie das Bodendenkmal vorhanden sind. Seit seiner Entstehung hatte der Burgberg Freiraum- und Erholungsfunktion, die allerdings seit mindestens zehn Jahren eingeschränkt ist, weil sich das Areal teilweise zum Angstraum entwickelt. Der Erhaltungszustand des Geländes ist seit geraumer Zeit nicht mehr angemessen, wozu auch das ungünstige Wegekonzept beiträgt: Begehen und Befahren, beispielsweise mit BMX, tragen den Hang ab.
Hintergrund für die Maßnahme
Teich in den Nödenwiesen
Das Sanierungsgebiet umfasst als wesentlichen Teil auch die Niederungen. Dortiger Naturschutz verhindert gestalterischen Eingriff weitgehend. Die Niederungen (insbesondere die Nödenwiesen) werden in der Bevölkerung teilweise nur als Ort der Durchreise wahrgenommen, nicht mit ihrem naturräumlichen Wert. Es braucht Information und Sensibilisierung, damit der Schutzstatus dieser Flächen besser im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. Geeignete Maßnahmen hierfür müssen gefunden werden.
Waldflächen
Durch die Aufhebung des Status "Landschaftsschutzgebiet" ergibt sich die Gelegenheit, im Übergangsbereich von restlichem Natur- und Durch die Aufhebung des LSG-Schutzstatus ergibt sich die Gelegenheit, im Übergangsbereich von restlichem Natur- und Landschaftsschutzgebiet Maßnahmen zur verträglichen Nutzung des Grünbereichs zu etablieren. Ziel ist die direkte Erlebbarkeit des innenstadtnahen Naturraums.
Heimathausgelände
Mittlerweile ist das Gelände durch den Baum- und Pflanzenwuchs schlecht einsehbar. Sichtachsen zur Wümme und zum Heimathaus sind versperrt. Darunter leidet für viele das Sicherheitsgefühl. Deshalb soll der Erlebniswert des Geländes wieder erhöht werden.
Zielbild und Konzept
Nödenwiesen
Neupflanzungen entlang des Teichufers können den Bereich optisch aufwerten. Mittelfristig soll das Freistellen der Uferbereiche, die Erhöhung des Sonneneinfalls und eine Verbesserung der Wasserdurchmischung auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Außerdem soll in den Nödenwiesen das Landschaftsbild aufgewertet werden. Wo möglich, soll weiterer Zugang zum Wasser entstehen. Zudem soll die Wümme mehr Platz zum Ausbreiten bei Hochwasserereignissen bekommen, um Überschwemmungsspitzen zu dämpfen.
Durch den begleitenden Weg bietet sich die Chance, die Nödenwiesen in die städtische Freiraumstruktur einzubinden: Heimathausgelände – Parkanlage
Kreishaus – Nödenwiesen – Wümmeaue – Weichelsee.
Heimathausgelände
Der Burgberg soll wieder stärker als Freiraum für alle dienen. Dafür ist notwendig, den Baumbestand zu prüfen und gegebenenfalls hangsichernde Pflanzen zu setzen. Das Wegekonzept sollte überarbeitet werden. In diesem Zusammenhang lohnt eine Sanierung der Wege und des Aufenthaltsbereiches. Zusätzlich soll stärker auf die Stadthistorie eingegangen werden, um die Geschichte Rotenburgs vor Ort wieder erlebbar zu machen.
Die sonstigen Bereiche des Heimathausgeländes sollen für Freizeitnutzung und Kulturveranstaltungen entwickelt werden. Zusätzlich zur bestehenden Disc-Golf-Anlage soll Veranstaltungsinfrastruktur entstehen, die bei kulturellen Events genutzt werden kann. Denkbar sind beispielsweise eine Freilichtbühne oder eine Konzertmuschel.
Waldflächen
Hier können nun auch aktive Nutzungen ermöglicht werden, die im Naturschutzgebiet nicht möglich sind: betreten, verweilen, spielen, Kommunikation und mehr. Dafür werden die Zugänglichkeit verbessert und potentiell auch Mobiliar aufgestellt. Wichtig ist, dass bei der Gestaltung keine starken Störungen für das benachbarte Naturschutzgebiet entstehen.
Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte
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Weitere Gespräche mit dem Amt für Naturschutz
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Abstimmungsgespräche mit den übrigen Akteuren
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Konzeption für Teichsanierung mit Uferbepflanzung, Bodenrelief und Retentionsflächen sowie Planung von Aufenthalts- und Informationsangeboten
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Planung der Sanierungs- und Entwicklungsarbeiten am Heimathaus
Impressionen
Einblicke in das Projekt
News zum Projekt

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