Frische Ideen für eine nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Neuen Markt: Die haben Studierende der HS21 in Buxtehude für die Stadt Rotenburg im Rahmen eines Wettbewerbs erarbeitet. Die Siegerin und die weiteren Platzierten stehen nun fest: Grete Runa Walter erhält den ersten Preis für ihren Entwurf, der Sonderpreis geht an Vincent Artzenroth. Den zweiten Platz sichert sich Ole Witt, den dritten Jan Gerdau. Die Preise nahmen sie kürzlich bei der Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs im Rotenburger Ratssaal entgegen.
Das Konzept der Siegerin punktet bei der Jury mit der Idee eines Wohnquartiers, das den Neuen Markt schalldämmend von der Harburger Straße trennt. Optisch orientieren sich die Klinkerbauten an dem historischen Gebäude mit der Adresse „Am Neuen Markt 24“. „Ihr Entwurf überzeugt nicht nur städtebaulich, sondern auch funktional“, heißt es in der Beurteilung.
Vincent Artzenroth erdachte für den Neuen Markt ein begrüntes Gebäude mit Markthalle und Café. Die zugehörige Dachterrasse „eröffnet neue Perspektiven und attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten“, findet die Jury. Gepunktet hat der Architektur-Student aber vor allem bei den Rotenburger Bürgerinnen und Bürgern: Sie konnten ihren Favoriten im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus wählen. Bei den 88 abgegebenen Stimmen wurde Artzenroths Entwurf besonders hervorgehoben.
„Architektonisch prägnant und zugleich funktional“ ist laut Jury der Entwurf von Ole Witt. Zentraler Punkt seiner Arbeit ist ein Faltdachgebäude, das den Wochenmarkt symbolisch zurück auf den Neuen Markt holt. Genau wie der Träger des zweiten Preises stellt auch der Drittplatzierte die Belebung des Platzes per Bebauung in den Vordergrund – Jan Gerdau setzt dabei auf eine Multifunktionshalle, in der auch Veranstaltungen möglich sind.
Bürgermeister Torsten Oestmann bedankt sich bei den teilnehmenden Studierenden. Er freut sich über die Fülle der Ideen, mit denen die Stadt nun arbeiten könne. Nicht alles sei aus praktischen und finanziellen Gründen umsetzbar, aber vielleicht lasse sich mancher Aspekt aus einem der eingereichten Entwürfe bei passenden Bedingungen realisieren.
Für den Ideenwettbewerb reichten Studierende der Hochschule insgesamt 20 Arbeiten ein. Im April und Anfang Mai 2025 waren die Entwürfe im Rathaus für die Öffentlichkeit zu sehen. Mit Stimmzetteln konnten Bürgerinnen und Bürger ihren Favoriten wählen, der nun mit dem Sonderpreis prämiert wird.