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Innenstadt und Niederungen

Innovationsquartier: "plan zwei" stellt Siegerentwurf im Ausschuss vor

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Bau

Innovationsquartier: "plan zwei" stellt Siegerentwurf im Ausschuss vor

Umgestaltung des Innovationsquartiers: Der Siegerentwurf des Wettbewerbs war Thema im Rotenburger Ausschuss für Stadtentwicklung.

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Andreas Schultz
26. März 2026

Das Grüne Tor führt von der Lindenstraße ins Innovationsquartier

RHWZ Architekten & arbos landscape haben den städtebaulichen Wettbewerb für die Umgestaltung des Innovationsquartiers gewonnen. So weit, so bekannt. Aber wie siehen die Ideen eigentlich aus, die sich das Team der beiden Büros mit Sitz in Hamburg ausgedacht hat? Das Büro "plan zwei" begleitet den Prozess und stellte während der Sitzung des Rotenburger Ausschusses für Stadtentwicklung am 10. Februar 2026 den Entwurf vor.

Rückblick: Nach dem politischen Beschluss der Stadt Rotenburg zur Förderung des Verfahrens im Dezember 2024 waren Büros angeschrieben worden. Auf das Auswahlverfahren folgte März 2025 der Start des Gutachterverfahrens (So heißt der Prozess eigentlich. Zur Verdeutlichung der Funktion wird in der Öffentlichkeit von einem Wettbewerb gesprochen). Angetreten waren Teams aus je zwei Büros: "RHWZ Architekten & arbos landscape", "De Zwarte Hond & Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten" und "foundation 5+ architekten + landschaftsarchitekten & ebene 4 architektur und städtebau". Fach- und Sachpreisrichtinnen und -richter entschieden sich letztlich für den Entwurf des erstgenannten Teams. Im November 2025 hatten alle Interessierten Gelegenheit, sich die Entwürfe in der Bildnerischen Werkstatt an der Lindenstraße anzuschauen. Mitglieder des Ausschusses hatten nun die Chance, abseits dieser Ausstellung etwas über den Siegerentwurf zu erfahren.

Der "Masterplan" für die Umgestaltung des Geländes besteht aus einer Reihe ineinandergreifender Elemente. Wohnhöfe wie der am Kottmeierhaus sollen Rückzugsorte bieten, Marktplatz und Festwiese hingegen Gelegenheiten zur Begegnung. Ein sogenannter Leuchtturm am Marktplatz könnte weithin sichtbarer Anzugspunkt bedeuten - das Wort "Leuchtturm" ist in dem Fall eher metaphorisch zu sehen: Es geht um ein auffälliges Gebäude mit Aussichtsmöglichkeit, dessen tatsächliche Entstehung noch in den Sternen steht.

Historische Gebäude bleiben bestehen. Einige ältere Bauten wie das Kottmeierhaus werden dem Entwurf zufolge umgenutzt, sollen aber auch künftig Verweise auf die Geschichte der Rotenburger Werke bieten. Letztlich entsteht eine bunte Mischung aus Mehrgenerationenwohnen, Wohnen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf und öffentlichen Gebäuden - und natürlich darf auch die Infrastruktur der Werkstatt nicht vergessen werden.

Eine Verbesserung des Wegenetzes erleichtert die Erreichbarkeit der Einrichtungen. Neue Verbindungen, beispielsweise ans nahegelegene Jugendzentrum könnten entstehen. Klinikum, Innenstadt und Bahnhof, aber auch Außenbezirke wären besser zu erreichen. Dazu dient auch ein neuer Quartierseingang an der Soltauer Straße: "Die richtige
Dimensionierung und das Zusammenspiel aus einladender Geste und Enge/Weite der Eingangssituation sollen überprüft werden", heißt es dazu im Entwurf.

Läuft alles wie geplant, dann geht der Siegerentwurf im April 2026 in die weitere Überarbeitung. Juni 2026 könnte die Bauleitplanung starten, Oktober 2027 die Hochbauplanung. Schon ab Juli 2029 könnte es mit der Bauausführung losgehen. Damit würde die Idee vom Innovationsquartier langsam Realität.