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Innenstadt und Niederungen

Mobilstation am Bahnhof sowie ggf. weitere Standorte im Stadtgebiet

Maßnahme 22 Innenstadt und Niederungen


Verkehr

Mobilstation am Bahnhof sowie ggf. weitere Standorte im Stadtgebiet

Am Bahnhof sind verschiedene Verkehrsarten verknüpft. Das Zusammenspiel soll verbessert und eventuell auf weitere Orte in der Stadt ausgedehnt werden.

Stand:

In Bearbeitung

Kostenschätzung:

200.000 Euro

Kontaktdaten:

Ansprechpartner:
Julius Salomon
Telefonnummer:
04261/71-220
Julius Salomon
04261/71-220
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Projektbeschreibung

Bestand

Bisher ist nur der Rotenburger Bahnhof ein Knotenpunkt für Mobilität. Dort kommen Schienenverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr, Parkplätze für Park & Ride und Kurzzeit, aber auch Taxistände zusammen. Darüber hinaus gibt es mehrere Angebote zum sicheren Abstellen von Fahrrädern.

Das Angebot ist stark auf Bahnreisende fokussiert und berücksichtigt innerstädtische Verkehre oder solche ohne Bahnnutzung nur unzureichend. So  gibt es bis auf zwei Elektro-Leihautos der Rotenburger Stadtwerke keine Sharingangebote in Rotenburg – weder für Auto noch für Fahrräder oder E-Tretroller.

Hintergrund für die Maßnahme

Rotenburg muss sich den Herausforderungen der Verkehrswende stellen. Dies umfasst nicht nur eine Abkehr von fossilen Antrieben, sondern auch die Herstellung von Flächengerechtigkeit. Denn ein ein elektrisch angetriebenes Auto benötigt genau so viel Fläche wie ein Verbrenner. Dafür müssen das Angebot alternativer Mobilitätsmöglichkeiten und die Rahmenbedingungen für diese Verkehrsarten verbessert werden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Orte, an denen eine Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel erfolgt und dadurch Wegeketten in Kombination mehrerer Verkehrsmittel zurückgelegt werden können. Diese „Hubs“ verbinden mindestens zwei oder mehr Verkehrsmittel miteinander, zum Beispiel  Fahrradanlehnbügel neben einem Carsharingparkplatz, damit dieser bequem ohne Auto erreicht werden kann.

Die Stadt Rotenburg kann jedoch nicht Mobilitätsanbieter sein. Das übernehmen spezialisierte Anbieter, die unterschiedliche Arten an  Sharingfahrzeugen bereitstellen. Bislang wird dieses Konzept vor allem in größeren Städten angewandt, da für einen profitablen Betrieb eine gewisse Bevölkerungsdichte erforderlich ist. Ob diese in Rotenburg gegeben ist, ist zumindest fraglich. Allerdings führt der Kampf um Marktanteile mittlerweile dazu, dass auch in kleineren Städten Sharinganbieter auftreten.

Eine zu starke Konzentration auf eine Relation (z.B. Bahnhof – Klinikum) führt zu einer von Arbeitszeiten abhängigen ungleichmäßigen Auslastung, die durch die Überlappung von Arbeitsschichten auch nicht wellenförmig verlaufen kann. Weniger problematisch ist dagegen die Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen.

Zielbild und Konzept

Grundlegende Voraussetzung ist die Prüfung auf Marktfähigkeit der Rotenburger Verhältnisse für die Sharinganbieter. Im Rahmen der Städtebauförderung kann lediglich die bauliche Herrichtung der erforderlichen Infrastruktur finanziert werden, der Sharingbetrieb selber muss für die Anbieter auskömmlich sein.

Wünschenswert wären Verknüpfungspunkte/Hubs z.B. am Klinikum, am/im Innovationsquartier und im Wohngebiet Auf dem Loh. Ob weitere Sharingangebote an unterschiedlichen Standorten in Rotenburg tragfähig wären, muss in Kooperation mit den Anbietern ausgemacht werden. Diese werden eine Marktabschätzung vornehmen und bei zu geringer Nachfrage nur bei Zahlung eines Zuschusses für den Anfang ein kleineres
Angebot etablieren. Sollte dieses hinreichend angenommen werden oder die Marktlage sich verändern, ist ein Ausbau oder eine Neuverhandlung des Zuschusses möglich.

Der öffentlich finanzierte Ausbau von Mobilitätsstationen beziehungsweise Hubs sollte in kleinen Schritten und nach Sondierungsgesprächen mit verschiedenen Sharinganbietern erfolgen. Mobilitätsstationen können auch aus anderen Finanzquellen als aus der Städtebauförderung gefördert werden. Diese sind prioritär zu beantragen, da die Städtebauförderung nur subsidiär fördert.

Nächste Arbeitsschritte und Bauabschnitte

  • Standortfindung am Bahnhof

  • Kontaktaufnahme zu Sharing-Anbietern und Prüfung auf wirtschaftliches Interesse

  • Klärung des Betreibers

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